It's Handball, isn't it ?
Verfasst: 19. März 2008, 11:30
It's Handball, isn't it ?
Großbritannien versucht mit Blick auf Olympia 2012 eine schlagkräftige Handballnationalmannschaft zu formen ???

Man stelle sich folgendes Szenario vor. Leipzig, Hamburg oder München hätte den Zuschlag für die Olympischen Sommerspiele 2012 erhalten und das Internationale Olympische Komitee hätte zudem beschlossen, dass Cricket zum Programm zählt. Da Deutschland als Gastgeber direkt qualifiziert ist und sich vor heimischem Publikum nicht blamieren möchte, müssen konkurrenzfähige Cricket-Mannschaften der Frauen und Männer her. Koste es, was es wolle. Egal wie. Die wenigen Cricket-Enthusiasten hierzulande stimmen das große Loblieb an, dass ihr Sport endlich die nötige Reputation und Öffentlichkeit erhält; andere schütteln den Kopf. Umfragen auf der Straße haben gezeigt, das kaum jemand weiß etwas mit Cricket anzufangen, geschweige die Regeln kennt.
So weit das Szenario, nun die Realität. Als das IOC am 6. Juli 2005 bekannt gab, dass London die Spiele 2012 ausrichten darf, war die Freude in ganz Großbritannien überwältigend und Paul Goodwin erhielt einen Anruf von Stevie Neilson.
„Jetzt”, frohlockte der Präsident des britischen Verbandes, „können wir unser Programm starten.”
Goodwin zählte auf der von Fußball, Rugby und eben Cricket dominierten und absolut sportverrückten Insel schon vor zwei Jahren zu den wenigen Enthusiasten, die sich für Handball interessierten. Heute ist der Londoner hauptamtlicher Manager der British Handball Association und hat die Aufgabe, eine Sportart innerhalb von sechs Jahren von null auf hundert zu bewegen.
Großbritannien versucht mit Blick auf Olympia 2012 eine schlagkräftige Handballnationalmannschaft zu formen ???

Man stelle sich folgendes Szenario vor. Leipzig, Hamburg oder München hätte den Zuschlag für die Olympischen Sommerspiele 2012 erhalten und das Internationale Olympische Komitee hätte zudem beschlossen, dass Cricket zum Programm zählt. Da Deutschland als Gastgeber direkt qualifiziert ist und sich vor heimischem Publikum nicht blamieren möchte, müssen konkurrenzfähige Cricket-Mannschaften der Frauen und Männer her. Koste es, was es wolle. Egal wie. Die wenigen Cricket-Enthusiasten hierzulande stimmen das große Loblieb an, dass ihr Sport endlich die nötige Reputation und Öffentlichkeit erhält; andere schütteln den Kopf. Umfragen auf der Straße haben gezeigt, das kaum jemand weiß etwas mit Cricket anzufangen, geschweige die Regeln kennt.
So weit das Szenario, nun die Realität. Als das IOC am 6. Juli 2005 bekannt gab, dass London die Spiele 2012 ausrichten darf, war die Freude in ganz Großbritannien überwältigend und Paul Goodwin erhielt einen Anruf von Stevie Neilson.
„Jetzt”, frohlockte der Präsident des britischen Verbandes, „können wir unser Programm starten.”
Goodwin zählte auf der von Fußball, Rugby und eben Cricket dominierten und absolut sportverrückten Insel schon vor zwei Jahren zu den wenigen Enthusiasten, die sich für Handball interessierten. Heute ist der Londoner hauptamtlicher Manager der British Handball Association und hat die Aufgabe, eine Sportart innerhalb von sechs Jahren von null auf hundert zu bewegen.